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Einschätzung zur aktuellen Marktlage

05.07.2022

Bernd und Iska Bannasch zur aktuellen Marktlage

Bernd und Iska Bannasch geben eine Einschätzung zur aktuellen Marktlage und deren Folgen wie die geringer Kompromissbereitschaft der Käufer, dem Wandel der Rolle der Immobilienmakler und der steigenden Verkaufszeiten. Außerdem erklären sie die Unterschiede zwischen den Immobilienmärkten im Altkreis Leonberg und Raum Stuttgart und warum die Wohnraumsuche so schwierig ist.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wenig Kompromissbereitschaft
  2. Von der Vermarktung zur Beratung
  3. Verkaufszeiten steigen deutlich an
  4. Unterschiede zwischen den Immobilienmärkten im Altkreis Leonberg und Raum Ludwigsburg
  5. Wohnraum so knapp und teuer wie nie

1. Wenig Kompromissbereitschaft

Trotz der hohen Preise, wollen weiterhin viele Menschen eine Immobilie kaufen. Aber es fehlt eine zuverlässige Perspektive. „Die Haltung wird zögerlicher und die Verunsicherung steigt. Eine Krise jagt die nächste und viele Menschen fragen sich, wie sie ihren Alltag bewältigen sollen. Langfristige Entscheidungen werden daher nicht leichtfertig getroffen“, erklärt Bernd Bannasch im Interview.

Finanzierungen sind knapp kalkuliert und es bleibt wenig Spielraum für aufwendige Umbaumaßnahmen. Interessenten stellen hohe Ansprüche. Aufgrund der Sorge vor hohen Folgekosten sind sie allerdings wenig kompromissbereit. Hier kommt es zu Spannungen zwischen den Parteien, da viele Verkäufer das frustrierend finden.

2. Von der Vermarktung zur Beratung

Die Rolle der Immobilienmakler verändert sich. Sie nehmen immer mehr eine beratende Position zwischen den beiden Parteien ein. Dadurch steht das Zwischenmenschliche immer mehr im Vordergrund. Probleme und individuelle Lebenssituationen werden besprochen, um dafür eine Lösung zu finden. Als neutrale Partei stehen Immobilienmakler im Mittelpunkt und werden früh einbezogen: Wie kann der Verkauf gestaltet werden, was passiert nach dem Notartermin, gibt es Investitionsmöglichkeiten oder welche Möglichkeiten für altersgerechtes Wohnen gibt es?

Realistische Einschätzungen und faire Beratung sind für Verkäufer und Käufer bedeutend. Wir schätzen ehrlich ein, was wirklich erreicht werden muss – schnelle Vermittlung oder absoluter Bestpreis. Eine hoch eingepreiste Immobilie bringt nichts, wenn sie monatelang angeboten aber nicht verkauft wird. Wer auf finanzielle Mittel angewiesen ist, gerät dann schnell in Schwierigkeiten.

Das Gleiche gilt für die Käufer. „Viele sehen nur den Moment, vergessen dabei aber zukünftige Entwicklungen, wie den Ablauf der Zinsbindung, Nachwuchs oder einen Job-Verlust“, erklärt Iska Bannasch. Eine realistische Sicht hat hier auch mit Selbstschutz zu tun. Falls eine Immobilie nicht zu den Interessenten passt, haben wir Alternativen im Angebot, um trotzdem den Weg ins Eigenheim zu ermöglichen.

Viele sehen nur den Moment, vergessen dabei aber zukünftige Entwicklungen, wie den Ablauf der Zinsbindung, Nachwuchs oder einen Job-Verlust

Iska Bannasch, Geschäftsführerin

3. Verkaufszeiten steigen deutlich an

Eigentümer müssen sich auf längere Angebotszeiträume einstellen. Die Standzeiten werden länger und die Anzahl der Anfragen nimmt ab. Das hängt auch mit den Prozessen der Banken zusammen. Diese werden immer länger. Viele Käufer brauchen mehr Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Aktuell gehen wir von durchschnittlichen Verkaufszeiträumen von mindestens 5-6 Monaten aus. Aber auch nach dem Notartermin vergehen noch Wochen bis Monate, bis Geld auf dem Konto ist. Das müssen Eigentümer einplanen.

„Alleine die Beschaffung aller Unterlagen kann mehrere Wochen dauern, da die Ämter völlig überlastet sind. Aber auch die Aufbereitung der Fakten und der Präsentationen der Immobilie benötigt Zeit“, erklärt Iska Bannasch. Die Vorstellung, ein Inserat online zu stellen und in ein paar Tagen geht es zum Notar entspricht nicht der Realität. Wer verkaufen will, sollte frühzeitig handeln und ausreichend Zeit für den gesamten Prozess einplanen.

Käufer suchen die „perfekte Immobilie“ und wollen selbst nur wenig Zeit und Geld nach dem Kauf investieren. Eine Sanierung kann die Verkaufschancen und den Verkaufspreis steigern. Gemeinsam mit den Eigentümern beurteilen wir die Immobilie und können dann eine Empfehlung abgeben, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Ein besonderes Augenmerk sind Bäder, Küchen und die Haustechnik. Auch Banken tun sich bei frisch renovierten Objekten in der Finanzierung leichter.

4. Unterschiede zwischen den Immobilienmärkten im Altkreis Leonberg und Raum Ludwigsburg

Die gesamte Region hat sich wirtschaftlich sowie in Lebensqualität und Komfort positiv entwickelt. Über alle Städte und Gemeinden wurde in den vergangenen Jahren eine stabile Preisentwicklung und hohe Nachfrage verzeichnet. Die Unterschiede liegen in den Details. Der Altkreis Leonberg ist besonders gefragt bei allen, die das ländliche Leben schätzen aber trotzdem in der Nähe von Ballungsgebieten wie Stuttgart und Ludwigsburg sein wollen. Einfamilienhäuser in umliegenden Gemeinden sind gerade bei jungen Familien hoch im Kurs.

Anders sieht es im Ludwigsburger Mark aus. Für das hier städtisch geprägte Leben werden auch höhere Immobilienpreise in Kauf genommen. Gut ausgestattete, großzügige Wohnungen sind besonders gefragt. Ditzingen, Gerlingen oder Ludwigsburg bieten oft denjenigen eine neue Heimat, denen Stuttgart zu laut und zu stressig ist. Auch überregionale Zuzüge sind häufig zu beobachten. Der Ludwigsburger Raum hat einen guten Ruf und bietet attraktive Arbeitsmöglichkeiten.

5. Wohnraum so knapp und teuer wie nie

„Es gab kaum eine Zeit, in der Wohnimmobilien nicht knapp waren“, erinnert sich Bernd Bannasch, der seit drei Jahrzehnten in der Branche tätig ist. Aber wer heute auf der Suche nach Wohnraum ist, kommt schnell an seine Grenzen. Denn nicht nur das Angebot ist knapp, sondern es besteht auch kaum Handlungsspielraum. Selbst wer die finanziellen Mittel für einen Hausbau hat, kann oft nicht handeln, weil das passende Grundstück fehlt. Davon abgesehen übersteigen in vielen Lagen die heutigen Grundstückspreise bereits die Kosten für den gesamten Hausbau von vor 15-20 Jahren.

Die wegfallenden Fördermittel tun ihr übriges dazu. Als am 21.04.2022 wieder Anträge für KFW-Förderungen im Neubau gestellt werden konnten, war der Topf von 1 Milliarde Euro innerhalb weniger Stunden ausgeschöpft. Der Bedarf und die Nachfrage sind da, aber viele Menschen können sich ohne diese Fördermittel keinen Neubau leisten.

Auch bei Bestandsimmobilien taucht dieses Problem auf. In vielen Fällen muss nach dem Kauf aufwendig saniert werden. Oft ist dann eine neue Wärmedämmung oder eine moderne Heizung notwendig. Ohne Fördermittel bringt das viele Interessenten an ihre finanziellen Grenzen und darüber hinaus.

Es gab kaum eine Zeit, in der Wohnimmobilien nicht knapp waren.

Bernd Bannasch, Inhaber

Sprechen sie mit unserem Experten Bernd Bannasch

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